Ombili Rundbrief 2013

2 Frau Dr. Bergmann aus Berlin („Ärzte für die Dritte Welt“), war wieder bei Ombili. Sie hatte bereits im Herbst 2010 begonnen, Kleinkinder, insbesondere aus Problemfamilien, bezüglich ihres hygienischen und Ernährungszustandes systematisch zu erfassen und nach einem festgelegten WHO-Standard zu untersuchen. Eine große Unterstützung waren dabei die freiwilligen Helfer, u. a. Frau Tina Ernst, die inzwischen wieder nach Deutschland zurückgekehrt ist. Das Programm wurde auf alle zwei- bis sechsjährigen Kinder ausgedehnt. 83 wurden erfasst und untersucht. Hier im Bild v.l.n.r.: Leonie Doldt (Freiwillige aus Deutschland) und Frau Dr. Bergmann (Mitte). Das Ernährungsprogramm mit eiweißreicher Nahrung konnte inzwischen abgeschlossen werden. Nachuntersuchungen wird es im kommenden Jahr geben. Während der Ferien ist auch die Internatsküche ge- schlossen. Das hat zur Folge, dass die Speiseversorgung der Ombili-Kinder und Schüler anders organisiert werden muss und die Finanzierung zu 100 % über die Stiftung erfolgt. „Mama Afrika“ (Aina David), die seit diesem Jahr voller Stolz einen Sohn auf der Senior Secondary School in Tsumkwe hat, ist die große Stütze dieser sechswöchigen Aktion, bei der täglich mehr als hundert Kinder versorgt werden müssen. Inzwischen hat sie eine Festanstellung und eine wegen ihrer Größe maßgeschneiderte Küchenschürze. Rechts Erika Nases, die „Chefin“ der Schneiderwerkstatt. Die Nähwerkstatt wurde räumlich mit der Druckwerkstatt zusammengelegt. Clementine (Gartenwerkstatt) hilft hier aus. Sie stellt die Grundkörper der Stofftiere für Mobiles her und unterstützt die anderen Frauen beim Nähen von Tischdecken und Servietten, die dann zu den Nachbarn, den Textildruckern, weiter gereicht werden. Generell hat die wirtschaftliche Bedeutung des Kunsthand- werks sowohl für die Ombili-Stiftung als auch für San deutlich zugenommen. Es wird in den Mittagspausen, am Feierabend und während der Wochenenden geschnitzt und geflochten Für viele ist es aber auch die einzige Einnahmequelle. Das Interesse in Deutschland, aber auch in der Schweiz und Österreich ist erheblich gestiegen jedoch weiterhin groß. Die Einrich- tung eines Zentrallagers beim Freundeskreis Gesundheit für Ombili und die Aktivitäten des Ombili Freundeskreises Northeim haben dazu wesentlich beigetragen. So kann die Stiftung in einer der wichtigsten Erwerbsmöglichkeiten der San nun monatlich den Aufkauf an Kunsthandwerk im Wert von jeweils 20.000 N$ gewährleisten. Beispiele des Kunsthandwerks finden Sie in der Anlage.

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