Ombili Rundbrief 2010

Mitteilungsblatt 30 - November 2010 Liebe Unterstützer und Freunde der Ombili-Familie in Namibia! Hatte man in den Tagen vor dem 3. Oktober 2010 die Möglichkeit Ombili, zu besuchen, bemerkte man sofort die vorfreudige Stimmung, die in der Luft lag. Jeden Tag konnte man die Chorproben aus dem Gemeindezentrum hören oder die Vorbereitungen in der Küche des Hostels beobachten. Grund dafür war die Feier zum 21. Gründungsjubiläum der Ombili - Gemeinde. Am 3. Oktober selbst folgte dann ein Höhepunkt auf den nächsten. Der Erwachsenen- und der Schulchor be- grüßten am Morgen unsere Gäste, da- runter auch den stellvertretenden Minister für Land und Wiederansied- lung Hon. Mr. Stefanus Mogotsi. Nach einem Rund- gang über die Stif- tung und den Eröffnungsreden, standen neben dem Fußballturnier viele Spiele und Wettbewerbe, wie Dosenwerfen und Tauziehen für die kleinen San auf dem Programm. Dank der Spende von Kudufleisch und 100 kg Nudeln war für ausreichend Verpflegung und Stärkung am Mittag gesorgt. Große Begeisterung löste dann am Abend die spannende Tombola aus, die im Kulturzentrum stattfand. Die glücklichen Gewinner konnten aus verschiedenen kleinen Preisen auswählen und jedes gezogene Glückslos wurde frenetisch von der Menge gefeiert. Ausklang fand das Fest mit den traditionellen Tänzen und Gesängen der San. Alles in allem erlebte die ganze Ombili-Gemeinde ein aufregendes Fest mit vielen Aktivitäten, das mit Sicherheit zu einem der Highlights im ausgehenden Jahr gehören wird. Dieser erfolgreiche Tag spiegelt auch die allgemeine positive Entwicklung wieder, die auf Ombili im vergangenen Jahr zu beobachten war. Immerhin hat der 3. Oktober nicht nur bei den Ombilis einen bleibenden Eindruck hinterlassen, sondern auch den stellvertretenden Minister von dem Projekt überzeugt. Zwei Wochen später besuchte uns auch der Stellv. Ministerpräsident, Hon. Mr. Marco Hausiku, höchstpersönlich, um sich selbst ein Bild von der derzeitigen Lage auf Ombili zu verschaffen. Demnächst wird eine Kommission die Möglichkeiten einer verstärkten staatlichen Unterstützung untersuchen. Einen nicht unerheblichen Anteil an der guten Entwicklung hat das derzeitige Managerehepaar Maren Greonewold und Alfred Schultz. Auch vier Praktikanten aus Deutschland sind mittlerweile fester Bestandteil der Ombili-Stiftung und helfen für bis zu einem Jahr im Garten, Kindergarten und in der Schule. Herr Schultz, den man durchaus als weißen Buschmann bezeichnen könnte und der sogar ein wenig die Sprache der San beherrscht, beweist vor allem im Gemüsegarten aber auch bei der Rinderzucht und in der Landwirtschaft seine Erfahrungen. Erst letztes Jahr wurde der Garten wieder reaktiviert und trägt nun im wahrsten Sinne des Wortes schon viele Früchte. Mittlerweile sind ca. 20 San dort beschäftigt, so dass der Garten nicht nur den Speiseplan erweitert, sondern auch die Arbeitssituation auf Ombili verbessert hat. Derzeit werden Kürbisse, Bohnen, Paprika, Gurken, Tomaten und seit neuem auch wieder Rosella angebaut. Frau Groenewold hat dagegen das Büro fest im Griff und leitet die administrativen Aufgaben. Herr Schultz hatte nun auch die Möglichkeit dem Stellv. Minister bei seinem Besuch von dem geplanten Aqua Farming-Projekt zu berichten. Durch eine Fischzucht soll die Selbstversorgung auf Ombili weiter verbessert und auch eine zusätzliche und vom saisonalen Tourismus unabhängige Einnahmequelle für die Stiftung erschlossen werden. Eine regionale staatliche Fachkommission wird die Voraussetzungen prüfen und fachliche Unterstützung leisten. Die Beantragung von Fördermitteln ist in Vorbereitung. Nach wie vor stellt das Kunsthandwerk eine der wichtigsten Einnahmequellen für die Ombilis dar. Derzeit besuchen fast täglich Touristengruppen die Stiftung, die nach einer interessanten, lehrreichen und auch unterhaltsamen Führung durch Herrn Schultz über das gesamte Ombili-Gelände, fleißig im Laden einkaufen. Gerade die kommende Weihnachtszeit verspricht wieder gute und wichtige Einnahmen mit

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