Jahresrückblick Ombili-Stiftung 2020
- 9 - Eine bemerkenswerte Entwicklung ist seit drei bis vier Jahren bezüglich der Eigeninitiativen in den Dörfern zu beobachten. Es entstehen Hausgärten, zunehmend nicht nur für Gemü- se, sondern auch zum „Wohlfühlen“ mit Blumenbeeten und Büschen. Die Anzahl größerer Felder nimmt zu. Neue z. T. zusätzliche Häuser werden gebaut. Sehr hilfreich ist die Aufnahme einer Zement- ziegelproduktion. Sie wird von einer Gruppe junger Männer unter Leitung von Martin Josef in Eigenverwaltung organisiert. Neben der Ziegelproduktion werden von den ehemals Ar- beitslosen auch komplette Projekte (Holzgewinnung im Busch zum Dach- und Hausbau, Organisation der Sammlung von Gras für die Dachabdeckung, Errichtung von Häusern) realisiert. Ein gutes Beispiel für „Hilfe zur Selbsthilfe“. Einige Gärten sind schon weit fortgeschritten. Li.: Robert David in Nepara. Mitte: Chris Vaino in Otjolo. Re.: Anfänge in Olakula. Li.: Rosellefeld (Hibiskus) am Haus von Justus Frans – Blätter für Eintopf, Blüten für Tee (Nepara). Mitte: Hirse- und Kür- bisfeld von Pauline Amutenya (Otjolo). Re.: Maisfeld hinter Otjolo. V.l.n.r.: Presse, leider nur für jeweils vier Ziegel. Mitte: Ziegelproduktion. Der rote Sand kommt aus unserer eigenen Sandgrube im Busch. Es wird in der Regel projektbezogen vorproduziert. Die Bezahlung erfolgt pro Ziegel. Die Arbeitszeit bestimmt die Gruppe selbst. Entsprechend des o.g. Planes (siehe Einzelmaßnah- men) wurde in den letzten Monaten viel zur Verbes- serung der Infrastruktur getan. Prämisse: Möglichst sparsamer Einsatz der geringen finanziellen Ressour- cen. So wurde u.a. auch das „Wassernetz“ ausge- baut bzw. dessen Kapazität erhöht (Hygiene & Be- wässerung). V.l.n.r.: Wasserleitung vom Zentrum zu Olakula. Erastus Frans muss noch über mehrere hun- dert Meter Wasser für den großen Hausgarten schleppen. Nun erhält die Familie einen eigenen Anschluss.
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy MjY3NTk=