Jahresrückblick Ombili-Stiftung 2020

- 5 - Als später eine etwas erleichterte Corona-Einstufung von der Regierung ausgerufen wur- de, die Schul- und Kindergartenschließung aber bestehen blieb und das „Home Schooling“ nicht sehr vielversprechend erschien, entschied sich die Stiftung nach Diskussi- on der Möglichkeiten und konsequenter Prüfung an Hand der aktuellen staatlichen An- ordnungen, ein „Alphabetisierungsprogramm“ (Kein Schulprogramm!) ins Leben zu rufen. Wie die Erfahrung zeigt (Bild unten li., Erastus Frans, 2. Klasse), bestehen nicht nur, aber insbesondere, in den unteren Klassen gravierende Probleme im Lesen, damit im Verständ- nis der englischen Sprache und schließlich auch später in allen anderen Fächern. Das Konzept lautete, mit der dritten Klasse des Kindergartens beginnend über die Vorschu- le bis zur zweiten Klasse der Grundschule, den Kindern und Schülern das Alphabet (noch- mals) nahe zu bringen und daraus abgeleitet praktische Sprach- und Leseübungen durch- zuführen. Von Vorteil war, dass durch die Schulschließung auch unsere Sekundarschüler- innen und –schüler aus Tsumeb, Tsumkwe und Tsintsabis auf dem Stiftungsgelände waren. Weitere Bildungsprogramme, wie hier im Bild die Erwachsenen- bildung, wurden ebenfalls nicht vernachlässigt. Im Hintergrund unser Freiwilliger aus Deutschland, Ole Reichardt, der noch vor Grenzschließung und Rückreiseverbot mit einem Sonderflug aus- gereist ist. Isaka Ronald kümmert sich um ca. 80 Matratzen. Grobreinigung im Freien, Feinreinigung und Desinfektion in der Druckwerkstatt. Re. Bild: Die Mitarbei- ter der Druckwerkstatt, Pieter Koboseb (li.) und Lazarus Huritsub (re.) bezie- hen die Matratzen mit neuen Laken (Spende vom Freundeskreis Berlin- Brandenburg). Kindergarten & Kindergärtner Thomas Adam Erastus Frans besucht die dritte Klasse der Grundschule und hat erhebliche Leseprobleme. Anfangs gaben wir Einzelnachhilfe. Hier mit Kilikie Bartolomeus (Ombili-Abiturientin und z. Zt. im Office) und Vater Justus Frans. Dann übernahmen, wie beschrieben, unsere Oberschüler das Programm. Rechtes Bild mit Martha Kambuta (9. Klas- se) in der Vorschule. links daneben Richard Jackobs (10. Klasse) mit Erika Nases im Kindergarten. Die Klassen wurden geteilt. Es gab ein Zweischichtsystem. In der ersten Pause gab es Orangensaft aus der Küche, der dann unter Einhaltung der Abstandsregeln ge- trunken werden konnte. Das Gleiche galt für den Maisbrei nach der „Veranstaltung“.

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