SIGNAL+DRAHT 10/2012

SIGNAL + DRAHT (104) 10/2012 Bahnübergangssicherung n 27 Überwachungsart Fü für die BÜ-Technik BUES 2000 mit Achssensoren Heinz Josef Lütz / Rudolf M. Stachelscheid / Holger Wiegmann Die Bahnübergangssicherungstechnik BUES 2000 der Firma Scheidt & Bachmann steht nun auch für die Bahnübergangsüberwachungsart Fü in der Variante mit Achssensoren (Typ AZSB 300) zur Verfügung. Das generische System „BUES 2000 mit Achssensoren / DB AG“ wurde vom Eisenbahn-Bundesamt zugelassen und befindet sich bezüglich der Überwachungsart Fü in der Erprobungsphase. Dieses System deckt auch gleichzeitig andere Überwachungsarten mit ab und ist somit für die DB AG universell verwendbar. Der Artikel gibt einen Gesamtüberblick zu diesem System. 1 Komponenten der BUES 2000 für die Achserfassung und - bearbeitung Über die Migration der BUES 2000 vom Gleisschaltmittel Fahrzeugsensor zum Achssensor (FSSB – AZSB 300), zur Technik dieser neuen BUES 2000-Variante sowie über Anwendungen und Schaltfälle wurde bereits in einem früheren Artikel von SIGNAL+Draht berichtet [1]. An dieser Stelle soll nun – beginnend mit einem kurzen Systemüberblick – über Funktionsumfang und Leistungsmerkmale, über die Bedienung und Handhabung dieser Systemvariante hinsichtlich der Achssensoren (AS), über die Betriebserprobung in der BÜ-Überwachungsart Fü sowie über die Entstehung einer kundenspezifischen Anlage mit Achssensoren informiert werden. Einen Überblick über die Systemkomponenten der BUES 2000 mit Achssensoren gibt das Bild 1. 1.1 Der Elementbus der BUES 2000 Ein wesentliches Merkmal der Achserfassung am Bahnübergang – mit dem bereits bei der Stellwerkstechnik ZSB 2000 bewährten Achssensorsystem AZSB 300 – ist die Verwendung eines Bussystems zur Anschaltung der einzelnen Sensorpunkte. Die Busleitung besteht hier aus Spannungsversorgung und Datenleitung, welche von Teilnehmer zu Teilnehmer weitergeschaltet wird. Beim letzten Busteilnehmer ist die Datenleitung mit einem Abschlusswiderstand zu versehen, dies wird durch Einfügen einer Drahtbrücke am letzten Sensorpunkt erreicht. Die Kommunikation über den sogenannten Elementbus (EBUS) erfolgt mittels CAN-Protokoll (Controller-AreaNetwork-Protokoll), der Elementbus selbst wird über die CAN-Interface-FernBaugruppe (CIF-BG) an das Gleismodul der BUES 2000 adaptiert. 1.2 Die CAN-Interface-Fern- Baugruppe Die CAN-Interface-Fern-Baugruppe setzt die Telegramme des 200 kBaudModulbusses der BUES 2000 auf die Telegramme des 10 kBaud-Elementbusses um und umgekehrt. Neben der Telegrammumsetzung erfolgt eine Überprüfung der Nutzdaten (z. B. zwei-vonzwei-Vergleich). Die CAN-InterfaceFern-Baugruppe stellt physikalisch zwei Elementbus-Stränge bis zu einer Länge von 2,5 km zur Verfügung (in der Regel rechts und links vom Bahnübergang), diese wirken im System aber logisch als ein einziger Elementbus. Für die Applikationssoftware ist es somit unerheblich, an welchem Strang sich ein ElementbusTeilnehmer mit einer bestimmten Elementnummer (Busadresse) befindet. 1.3 Die CAN-Repeater-Baugruppe Falls eine Elementbus-Länge von 2,5 km für ein Projekt nicht ausreicht, kann der Elementbus durch den Einsatz einer CAN-Repeater-Baugruppe verlängert werden. Die Repeater-Baugruppe kommt ebenfalls zum Einsatz, wenn projektbedingt Elementbus-Abschnitte mit geringerer Wirklänge erforderlich sind. 1.4 Das Achssensorsystem AZSB 300 Ein Sensorsystem AZSB 300 besteht aus folgenden Komponenten (Bild 2): „ Achssensor-Auswertebaugruppe ( ASA-BG), Bild 1: Systemkomponenten

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