SIGNAL+DRAHT 10/2012

SIGNAL + DRAHT (104) 10/2012 12 n SPZA Bild 4: Konzept der Betriebserprobung Bild 5: SIL-4-Architektur der SPS-Plattform wortung zwischen Plattform und Applikation wurde auf Basis des Kooperationsvertrags in enger Abstimmung erarbeitet. Vor der Zulassung der SPZA ist eine Betriebserprobung erforderlich. Dazu wird die SPZA rückwirkungsfrei parallel an eine konventionelle Zentralblockanpassung angeschlossen. Die Daten beider Systeme werden während der Betriebserprobung aufgezeichnet und miteinander verglichen (Bild 4). 3.3 Hardware-Architektur Grundlage der SPZA ist die SIL-4-Architektur der SPS-Plattform der Firma Pilz. Bild 5 zeigt den schematischen Aufbau. Eine der Hauptanforderungen ist die Pin-Kompatibilität an den Schnittstellen zu den bisherigen Systemen. Deshalb ist die SPZA auf der RSTW-Seite direkt in eine bestehende Relaisgruppe eingebaut. So kann sie in ein herkömmliches Relaisgestell eingefügt und auf der Rückseite mit den üblichen Spurkabeln des RSTW verbunden werden (Bild 6). Auf der ESTW-Seite wird die SPZA in einem 19-Zoll-Schrank untergebracht ( Bild 7). Die Stromversorgung erfolgt über die unterbrechungsfreie 60- V-Versorgung des RSTW oder ESTW. Diese wird durch DC/DC-Wandler in die für SPS erforderlichen 24 V gewandelt. 3.4 Software-Architektur Aufgrund der beabsichtigten strategischen Weiterentwicklung der SPZA und der Gewährleistung der Pflegbarkeit, war es das Ziel, die Blocklogik vollständig in ein Softwaremodell zu überführen. Die funktionale Analyse der Relaisgruppen und deren Schnittstellen war eine große Herausforderung und mit erheblichem Aufwand verbunden. Der modellbasierte und Cenelec-konforme Ansatz unterstützt aber die langfristig angelegte Integration aller Blockanpassungsbauformen in einem Gerät. Da die SPS-Plattform die netzwerkübergreifende Verknüpfung von Ein- und Ausgängen durch einfache Konfiguration unterstützt, können weitere Informationsübertragungen, wie zum Beispiel Gleisbelegungen zur Anzeige von Vorblockmeldern, sehr einfach hinzugefügt werden. Die Übertragung dieser zusätzlichen Informationen erfolgt über die vorhandene Netzwerkschnittstelle. 3.5 Implementierung und Modultest Die Umsetzung der Architektur erfolgt mithilfe der in der SPS-Welt bekannten Bild 6: SPZA im Relaisgestell

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